Jiggs Whigham
 
Photo 19. März 2008 in Singen
   
der schon legendäre Mann an der Zugposaune. Er spielte im Orchester Bert Kaempfert und mit "Eugen Cicero & his friends -Berlin Reunion" :
    Eugen war eine unglaubliche Naturbegabung. Das ist kein Thema. Er konnte alles spielen, was er hörte und hatte unendlich viele Melodien im Kopf.

    Er spielte alles mit solcher Nonchalance einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, dass man sich oft etwas verlegen vorkam.

    Eugen hatte am Klavier eine Technik die war einfach atemberaubend. Ich denke, manche Pianisten würde dafür ihr linkes Auge geben.

    Er war sehr intuitiv, witzig und oft für einen Spaß aufgelegt. Ich denke Eugen hat damit auch ein paar Wunden versteckt. Wie das bei uns Musiker oft so ist, wir decken mit Musik oft unsere Seele und Persönlichkeit zu. Ich denke, gerade bei Eugen trifft dies zu. In seiner Musik hört man ab und zu eine sehr tiefe Melancholie.

    Er spürte oft, dass die strengen Jazzleute oft kein Gespür für seine Musik hatten. Aber er schien das zu akzeptieren, ganz nach dem Motto, wenn's euch gefällt, schön und wenn nicht, dann laßt mich in Ruhe.

    Oft steckte dahinter aber auch ein versteckter Neid. Denn Eugen hatte mit seiner Musik, im Gegensatz zu manchem Jazzer, einfach Erfolg und konnte einen großen Mercedes fahren. Ja, das war im Jazz noch ziemlich verpönt damals.


    Auf jeden Fall hat Eugen seinen Erfolg verdient. Er hat dafür hart gearbeitet und man kann sicherlich sagen, auch seine Heimat verloren.

    Schade, dass wir nicht öfters zusammen musiziert haben.
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